Sieg oder Niederlage?

Das unsägliche Gerangel um die Personalie Erika Steinbach scheint zu Ende. Erika Steinbach wird dem Rat der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung endgültig nicht angehören – was eigentlich von Anfang an klar war. Und der Preis? Der BdV bekommt sechs statt bisher drei Sitze im Stiftungsrat. Die Zahl der übrigens Sitze wird allerdings auch von zehn auf 15 aufgestockt. Außerdem entscheidet künftig der Bundestag und nicht die Bundesregierung über die benannten VertreterInnen.
Die Zeitungskommentare sind sich uneins, ob das nun eine „schlecht kaschierte Niederlage“ (zeit.de) für Steinbach ist oder ein „Sieg der Unvernunft“ (SPIEGEL online) ist. Wir schließen uns der Einschätzung des Historikers Erich Später an: Der eigentliche Skandal sei nicht Steinbach sondern die inhaltliche Konzeption des Vertriebenenzentrums und die anhaltende staatliche Förderung des BdV, so Später in einem Kommentar in der Frankfurter Rundschau.
Nachtrag (19.02.): „Steinbach ist weg, die Probleme beginnen“, titelt die Süddeutsche Zeitung heute – dem haben wir ausnahmsweise mal nichts hinzuzufügen.